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Stefan 26.07.2007 17:59

Hilfe bei Beurteilung von Leckagen benötigt.
 
Hallo,
ich habe letzte Woche ein EFH gemessen mit n50 = 1,1 (gemittelt aus Über- und Unterdruck)
Es wurden einige kleinere Leckagen geortet, die eine Windgeschwindigkeit von unter 1,0 m/s aufweisen (WC Drücker,Sat Dose, Eingangstüre...), meines erachtens nach kein Problem.
Im DG wurde allerdings im Bad bei 4 Deckeneinbauleuchten 2,5m/s gemessen und im Kinderzimmer an der Kabeldurchführung für die Deckenleuchte sogar 5,0m/s
Wie sieht es mit diesen Leckagen aus, laut Leckageprotokoll des EUZ, wird eine Abdichtung dringend empfohlen, ab 2,0m/s

Schrödingers Katze 26.07.2007 22:51

ja,ja, die Anemometerwerte....
 
Gemessene Windgeschwindigkeiten nützen bei der Beurteilung von Leckagen nichts, da diese auch von Größe und Form der jeweiligen Leckage, und vom Abstand der Meßsonde abhängen. Ein Maß für die Beurteilung auf diesem Wege böte lediglich die (aufwendige) Messung der Leckageströme (mit Meßtrichter etc).
Grundsätzlich sind Leckagen, gleich welcher Größe, immer dann kritisch, wen durch diese feuchte Raumluft in feuchteempfindliche Bereiche, etwa Dämmebenen mit Faserdämmstoffen, gelangen kann, oder gar bis in den Frostbereich, wo durch kurzzeitig gebildete Eisschichten eine temporäre "Dampfsperre" entstehen kann. Also immer, wenn die berechnete Dampfdiffusion sich so nicht einstellen kann, oder wenn Konvektionseffekte zu Schimmelgefahren führen.
Zum wirksamen Aufspüren solcher Stellen gibt es neben dem Anemometer noch etliche weitere Möglichkeiten (hierzu existiert in diesem Forum ein eigenes Thema)
Die viel zitierten 2m/s beziehen sich nur auf das Kriterium der Wohnbehaglichkeit, gemessen in 1 m Abstand von der Leckage in Nutzungshöhe des betreffenden Raumes.

H. Trauernicht 27.07.2007 07:55

An Leckagen gemessene Luftgeschwindigkeiten
 
Dazu siehe auch das Thema Viele Kollegen rennen mit dem Thermoanemometer ...

und meine Anmerkungen unter Luftgeschwindigkeit an Leckagen
im Luftdicht-Lexikon.

Die Behaglichkeitsgrenze der Luftgeschwindigkeit im Raum liegt deutlich niedriger, etwa bei 0,2 m/s.

Stefan 27.07.2007 17:51

Ok, den Beitrag mit den Kollegen und dem TA hab ich leider zu spät gelesen, sonst hätte ich das Ding bei der Abnahmemessung gar nicht erst mitgenommen.
Klar ist mir auch, das eine kleine Öffnung mit hohen Windgeschwindigkeiten durchaus geringere Luftmengen fördern können, wie Größere mit geringeren Geschwindigkeiten.
Aber ab welchem Leckagevolumenstrom liegt denn ein Problem vor und wie Beschrieben befinden diese Einbauleuchten in der Dachschräge des Badezimmers ?

Schrödingers Katze 27.07.2007 23:19

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 288)
....
Aber ab welchem Leckagevolumenstrom liegt denn ein Problem vor und wie Beschrieben befinden diese Einbauleuchten in der Dachschräge des Badezimmers ?

Das kann man nicht pauschal bewerten, hängt von der konkreten Konstruktion ab: Diffusionsoffen oder dicht?, Dämmstoff feuchteempfindlich oder nicht?
Aber undichte Downlights im Bad sind meist problematisch, unabhängig von der Quantität des Feuchteeintrags


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