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marci 19.07.2016 22:44

Edelstahlkamin T-Stück luftdicht an Innenputz anschließen
 
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Hallo zusammen,

ich zermartere mir schon eine ganze Zeit den Kopf über ein Problem im unseren Neubau...

An der Außenfassade des Hauses wurde ein doppelwandiger Edelstahlkamin durch den Generalunternehmer montiert und mittels einer Wanddurchführung in den Innenraum geführt. Das Wandfutter ist einwanding und von einer sehr festen Mineralwolle (ca. 2-3cm dick) umgeben.

Zur eigentlichen Frage:
Wie kann ich das Wandfutter luftdicht an das Mauerwerk anschließen?
Die hohen Temperaturen am Einbauort dürften den Einsatz von Hochtemperatursilikon grenzwertig erscheinen lassen. Oder sehe ich das falsch!?
Ich wollte den Spalt zwischen Wandfutter und Mauerwerk mittels Feuerzement (bis 1250°C) schließen, aber vielleicht hat jemand von euch eine bessere Idee...

Danke & Grüße

marci

Schrödingers Katze 19.07.2016 22:49

Fehlende Info: Was hängt an diesem Kamin? Eine Einzelfeuerstätte? Die Hauptheizung? (Brennwertgerät?) Was ist mit "doppelwandig" gemeint? Ein Mantelrohr zurr Luftzufuhr?

marci 19.07.2016 22:51

Zitat:

Zitat von Schrödingers Katze (Beitrag 5911)
Fehlende Info: Was hängt an diesem Kamin? Eine Einzelfeuerstätte? Die Hauptheizung? (Brennwertgerät?) Was ist mit "doppelwandig" gemeint? Ein Mantelrohr zurr Luftzufuhr?

Sorry!
An dem Kamin hängt ein Kaminofen von Skantherm für feste Brennstoffe (Holz).
Doppelwandig meint in diesem Fall gedämmt.
Frischluftzufuhr durch gesonderte Bohrung - habe ein (leider schlechtes) Bild angehängt.

Schrödingers Katze 20.07.2016 00:23

Ok, dann eine praktische Einschätzung:
Bei Betrieb des Ofens besteht keinerlei Problem, da mögliche Konvektionsfeuchte "hinausgeheizt" wird. Solange das Ding bei kalten Außentemperaturen nicht angefeuert wird, ist zunächst der Zuluftkanal eine Kühlrippe, sollte eine luftdicht schließende Klappe in der Dämmebene des Hauses haben, oder aber im Dämmmantel bis zum Ofen laufen. Das Rauchrohr darf aus Gründen der Temperaturverformung nicht mit Mörtel angeschlossen werden Der Steinwollemantel wird wohl hinter einer Metallblende versteckt, kann also bis auf ca 1 cm an das Rohr mit normalem Tape (hält, je nach Fabrikat, bis knapp 100° aus) oder Putzgewebe geschlossen werden. Falls der letzte Zentimeter noch relevant wird, wäre Metallband eine denkbae Lösung.

C. Burkhardt 20.07.2016 08:53

Ich würde auch einen Blick in die bauaufsichtliche Zulassung des Edelstahl-Schornsteins werfen. In diesem Dokument des deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) stehen in der Regel auch Angaben z.B. zu Befestigung, Abstand von brennbaren Teilen usw.

Die erteilte Zulassung ist in der Regel über den Hersteller kostenlos zu beziehen.

Beim DIBt gibt's eine Suche für Zulassungen: https://www.dibt.de/de/Service/Service-Suche.html. Eine Leseprobe, die aber nicht viel bringt, ist auch hier kostenlos. Das ganze Dokument kostet eine kleine Gebühr.

Im Zweifel kann es auch hilfreich sein, den örtlich zuständigen Schornsteinfeger gleich hinzu zu ziehen. Der muß ja am Schluß auch zum Ganzen sein "OK" geben können.

marci 21.07.2016 22:44

Hallo zusammen!

@Schrödingers Katze
Danke für deine Einschätzung!
Die Zuluft wird über ein spezielles Zuluftsystem mit Doppelklappe bewerkstelligt. An der Front erwarte ich daher keine Probleme.
Wenn man den Spalt zwischen Mauerwerk und metallischem Rohr des Wandfutters nicht verschließen darf (z.B. Mörtel) und daher immer ein Spalt von mindestens einem Zentimeter verbleibt, kann man es ja fast bleiben lassen... ;-)
Oder interpretiere ich das falsch?

@ C. Burkhardt
Der Zulassung des Schornsteins wurde entsprechend Rechnung getragen. Mir ging es nur um die Luftdichtigkeit im Bereich des Wandfutters. Oder habe ich dich missverstanden?

Viele Grüße

marci

C. Burkhardt 21.07.2016 23:08

Ich meinte eventuell steht in der bauaufsichtlichen Zulassung oder anderen Unterlagen des Herstellers der Abgasanlage etwas, welche luftdichte Abdichtung der Wanddurchführung hier vorgesehen oder zulässig ist.


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