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Alt 27.04.2018, 02:09   #14
airtight
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Zitat von Prof_Farnsworth Beitrag anzeigen
Moin!



Da hat man als langjähriger Camper wohl Vorteile da man im "vertüdeln" von großen Bahnen eine gewisse Übung hat...

Ist aber ein guter Hinweis. Sollte es zum "Nachdichten" kommen, wäre es eine Überlegung wert beide Bahnengrößen zu nehmen. Für die wirklich großen und senkrechten Flächen die 3m-Bahn. Spart Klebeband und verringert das Risiko von schlechten Verklebungen. Für Dachschrägen und sonstige "Fummelecken" die 1,5m-Bahn.

Das ist wohl so... Wäre interessant zu wissen, ob sich diese "Polymer-Pampe" mit Folien und Klebebändern verträgt. Dann könnte man evtl. erst die ganzen "Fummelecken" einpinseln / spritzen und anschließend mit der Folie und Klebeband die großen Flächen machen.

Oder anders rum: Erst so gut wie möglich mit Folie arbeiten und die "Fummelecken" zur Sicherheit noch mal einpinseln. Aber, so wie ich Hersteller von Produkten kenne, wird keiner sagen: "Kannste so machen, da passiert nix...".


Gruß

Tm
Ich nutze die "Polymerpampe" bereits in der Praxis und dichte damit die Stellen ab, wo andere Gewerke zuvor tüchtig geschlampt haben. Meistens unter der Zuhilfenahme von Weichzellschaum, um zuerst mal einen tragfähigen Untergrund zu bilden. Ein Hersteller hat alternativ auch ein Vlies im Programm, welches in die Polymerbeschichtung eingelegt wird und anschließend nochmal überpinselt wird. Auf der Fensterbau/ Frontale waren weitere Ansätze bezüglich luftdichten Flüssigabdichtungen von verschiedenen Herstellern zu sehen und die "Luftdichtgurus" aus Schwetzingen sind mittlerweile auch auf diesen Zug aufgesprungen. Natürlich mit feuchtevariablem Diffusionswiderstand.

Das große Problem aller Dampfbremsfolien sind die Verklebungen. Eigentlich kann ich hier selbst für die einfachste Überlappung nur eine fast optimale Verklebung garantieren, wenn die Folie in Sparrenrichtung verlegt wird und die Verklebung der Überlappung direkt auf dem Sparren liegt. Bei quer zum Sparren eingebauten Dampfbremsfolien kann man fast bei jeder Folie und jedem Klebeband leichte Ablösungen des Klebebandes an den Übergängen von den Sparren zu den Zwischensparrenräumen erkennen. Kommen dann noch Falten oder Ausbeulungen durch bereits eingebaute Mineralwolle hinzu, gibt eigentlich jedes Klebeband mehr oder weniger in diesen Bereichen auf. Ich meine, dass die Ursache dafür in den unterschiedlichen Materialstärken und Dehnungseigenschaften liegt. Die Folie ist wesentlich dünner und viel mehr dehnbar als jegliches Klebeband. Hinzu kommt, dass sich das Klebeband auch wieder zurückdehnt (sofern aus LDPE oder ähnlichem Material), falls ich es bei meinem Klebe- und Anschmiegversuch zu sehr überdehnt habe. Das sehr gerne eingesetzte Klebeband aus Kraftpapier (hat ja immerhin 40m auf der Rolle anstatt nur 25m und kostet nur unwesentlich mehr) versagt am schnellsten, bei Bedarf schicke ich gerne entsprechende Fotos sowohl von no-name als auch vom schweizer Qualitätsprodukt.
Natürlich spielt die Qualität der Verarbeitung immer die wichtigste Rolle bei dem Sachverhalt. Trotzdem behaupte ich, dass der perfekte Einbau von Dampfbremsfolien mit entsprechend einwandfreier Verklebung in der Praxis nicht möglich ist. Daher verfolge ich den Ansatz der Flüssigabdichtung mittels Polymerpaste weiterhin sehr interessiert.

Bezüglich der 3m breiten Bahnen kann ich aus eigener Erfahrung mitteilen, dass sich diese sehr wohl auch von nur einer Person problemlos einbauen lassen. Allerdings nur, wenn der Hersteller so clever ist und die Bahnen auf 1.5m Breite faltet. Ich war bisher der Annahme, dass alle Hersteller auf diese simple Idee kommen, aber scheinbar haben es die Schweizer noch nicht erfunden.

Geändert von airtight (27.04.2018 um 02:11 Uhr).
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