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Normen, Vorschriften, Urteile Normen, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen, die zum Thema Luftdichtheit von Bedeutung sind.

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Alt 27.12.2011, 14:14   #1
venohr
Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2009
Ort: Klein Krankow
Beiträge: 13
Standard Messung von Gebäudeteilen

Zu folgendem Gedankenexperiment würde ich gern die Meinung der Kollegen wissen:
Ein Gebäude besteht "lufttechnisch" aus zwei Teilen zu je 1000 m3 Innenvolumen. Der einzuhaltende Grenzwert für den ENEV-Nachweis ist n50<3,0 1/h. Die Blower-Door-Messungen ergeben einen n50=2,8 1/h für den ersten Gebäudeteil und n50=3,1 1/h für den zweiten Gebäudeteil.
Hat das gesamte Gebäude damit den Grenzwert für den EnEV-Nachweis eingehalten?
Wenn ich die DIN 13829 Pkt. 5.1.2. Anmerkung 1 richtig verstehe, kann man das so machen.
Wie handhabt Ihr das in der Praxis?
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Alt 27.12.2011, 14:54   #2
Schrödingers Katze
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Registriert seit: 22.06.2007
Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 992
Standard

M.E. eingehalten, insbesondere, da mögliche Leckagen zwischen den Teilen doppelt gemessen werden (außer bei aufwendigen Stützdruck-Messungen, die in der Praxis wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen)
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Alt 05.01.2012, 11:55   #3
H. Trauernicht
Administrator
 
Registriert seit: 20.06.2007
Ort: Sehnde bei Hannover
Beiträge: 1.709
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Standard

In dem Beispiel ist die Sache sehr übersichtlich, weil die Volumina als gleich definiert sind. Ein Leser könnte das übersehen und zu dem Schluß kommen, dass man den Mittelwert aus den beiden Messungen bilden darf. Das führt bei gleichen Volumina auch zu einem sinnvollen Ergebnis.

Wenn jedoch, wie in der Praxis häufig, die Volumina verschieden sind, würde folgende Vorgehensweise zu einem sinnvollen Ergebnis führen:
1. Die Volumenströme der beiden Messungen (m³/h) addieren.
2. Den erhaltenen Wert durch die Summe der Volumina teilen.
Man wäre bei dieser Vorgehensweise auf der sicheren Seite, weil man den zwischen den Gebäudeteilen anfallenden Volumenstrom in der Summe (sogar zweimal) drin hat.

Der Haken ist nur, dass eine solche Vorgehensweise nirgendwo als zulässig beschrieben ist. Das gilt leider ebenso für die erwähnte Stützdruckmessung, die eigentlich gar nicht so aufwändig sein müsste. Hier wird wegen fehlender "Regelung" der Anwendbarkeit leider nicht weiterentwickelt. Technisch ließe sich die Druckdifferenz zwischen zwei Teilen leicht durch Drehzahlregelung des externen Ventilators auf Null bringen. Meines Wissens gibt es eine solche automatisch arbeitende Ausrüstung bisher nicht.
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Alt 05.01.2012, 21:39   #4
Schrödingers Katze
Moderator
 
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Registriert seit: 22.06.2007
Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 992
Standard

Zitat:
Zitat von H. Trauernicht Beitrag anzeigen
I.....
Der Haken ist nur, dass eine solche Vorgehensweise nirgendwo als zulässig beschrieben ist. .....
Es steht auch nirgends, daß es nicht erlaubt wäre. Da die Messung nach Ingenieursverstand auf der "sicheren Seite" liegt, sind bei so durchgeführten Messungen die Grenzwerte übererfüllt, wenn auch nicht exakt nachgewiesen. Aber den exakten Nachweis mit 17 Nachkommastellen und 47,5 Seiten Fehlertoleranzberechnung überlasse ich gerne den Theoretikern und Bürokraten.

Die Stützdruckmessung ist schon deshalb (zu) aufwendig, weil man dafür einen zweiten Ventilator vorhalten muß.Zumindest in dieser Region werden die meisten Messungen von ein-Mann-Betrieben mit "kleinem" Equipement durchgeführt.
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