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Normen, Vorschriften, Urteile Normen, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen, die zum Thema Luftdichtheit von Bedeutung sind.

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Alt 16.11.2010, 17:55   #1
ENO-M
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Registriert seit: 26.05.2010
Ort: Bochum
Beiträge: 10
Standard Darf man den real gemessenen n50-Messwert im EnEV-Nachweis ansetzen?

Hallo

folgendes Szenario:
Ich messe ein MFH ohne RLT-Anlage und erhalte einen n50-Wert von 1,0 (1/h).
Der geforderte n50-Wert von 3,0 (1/h) wird damit locker unterschritten. Nun sagt die Norm, dass ich für meinen EnEV-Nachweis einen Standarwert von 2,0 (1/h) ansetzen soll.
Darf ich in diesem Fall stattdessen den real gemessenen n50-Wert ansetzen?! Dies würde sich ja (noch) positiv(er) auf meinen Nachweis auswirken, als ohne Messung bzw. mit Standardwert.

Szenario 2:
Und ist es vertretbar, den besseren Wert, hier z.B. der n50-Wert von 1,0 (1/h), im EnEV-Nachweis VOR der Messung anzusetzen? Vorrausgesetzt, dass ich wie-auch-immer garantieren kann (z.B. aus baugleichen Nachbargebäuden), dass jeen 1,0 (1/h) eingehalten werden?!

Ich finde in der Norm keine Aussage zu den oben geschilderten Szenarien.

Gruß
_Mj
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Alt 16.11.2010, 20:31   #2
KPS
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Registriert seit: 27.07.2007
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Von welcher Norm ist denn die Rede?
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Alt 17.11.2010, 09:53   #3
ENO-M
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 26.05.2010
Ort: Bochum
Beiträge: 10
Standard

Ich denke hier an die DIN V 18599-2:2007-02 Tabelle 4

Anders ausgedrückt:
wird grundsätzlich bei geprüften Gebäuden der Messwert und bei noch zu prüfenden Gebäuden der Standard-Bemessungswert im (EnEV-)Nachweis angesetzt?!

Geändert von ENO-M (17.11.2010 um 15:06 Uhr).
ENO-M ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2010, 14:54   #4
alpino
Benutzer
 
Registriert seit: 07.11.2009
Ort: München
Beiträge: 34
Standard n50 aus realer Messung ansetzen?

Die DIN V 18599 erlaubt durchaus den Ansatz eines gemessenen n50-Wertes.

Das Problem ist die EnEV:2009 selbst: Sie schränkt (wie auch ihre Vorgängerversion) einige Bestimmungen der 185999 erheblich ein (angeblich zur einfacheren Handhabbarkeit!). In der "Anlage 2 (zu den §§ 4 und 9)
Anforderungen an Nichtwohngebäude" ist eine Tabelle zu finden "Tabelle 1 Ausführung des Referenzgebäudes" - und dort findet sich unter "1.12 Gebäudedichtheit - Bemessungswert n50 - Kategorie I" (nach Tabelle 4 der
DIN V 18599-2 : 2007-02), sowohl für Gebäude mit Raum-Solltemperaturen im Heizfall ≥19°C wie auch für Gebäude mit Raum-Solltemperaturen im Heizfall von 12 bis < 19 °C.

Damit ist man bei der EnEV-Berechnung der Möglichkeit beraubt, mit dem realen n50-Wert zu rechnen.
__________________
Ich kümmere mich um die Zukunft, denn ich beabsichtige den Rest meines Lebens darin zu verbringen
alpino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2010, 16:46   #5
raaner
Benutzer
 
Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Frankfurt
Beiträge: 56
Standard

Zitat:
Zitat von ENO-M Beitrag anzeigen
Hallo

folgendes Szenario:
Ich messe ein MFH ohne RLT-Anlage und erhalte einen n50-Wert von 1,0 (1/h).
Der geforderte n50-Wert von 3,0 (1/h) wird damit locker unterschritten. Nun sagt die Norm, dass ich für meinen EnEV-Nachweis einen Standarwert von 2,0 (1/h) ansetzen soll.
Darf ich in diesem Fall stattdessen den real gemessenen n50-Wert ansetzen?! Dies würde sich ja (noch) positiv(er) auf meinen Nachweis auswirken, als ohne Messung bzw. mit Standardwert.
Nach DIN V 18599 darf man.

Zitat:
Szenario 2:
Und ist es vertretbar, den besseren Wert, hier z.B. der n50-Wert von 1,0 (1/h), im EnEV-Nachweis VOR der Messung anzusetzen? Vorrausgesetzt, dass ich wie-auch-immer garantieren kann (z.B. aus baugleichen Nachbargebäuden), dass jeen 1,0 (1/h) eingehalten werden?!
Durchaus. Halt dann ausschreiben, dass ein n50 <= X 1/h eingehalten werden muss. Ist mir bspw. bei Passivhäusern schon öfter untergekommen, dass es mit einer erhöhten Anforderung an den n50 schöngerechnet wurde.

Zitat:
Zitat von alpino Beitrag anzeigen
... Damit ist man bei der EnEV-Berechnung der Möglichkeit beraubt, mit dem realen n50-Wert zu rechnen.
Weshalb das denn? Das sagt nur aus, das am Referenzgebäude ein (quasi virtueller) Test durchgeführt wird. Ich kann mit "meinen" Gebäude die Qualität der Ausführung des Referenzgebäudes ohne weiteres über- oder unterschreiten.
raaner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2010, 10:20   #6
Mecklenburger
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Registriert seit: 21.06.2007
Ort: 19061 Schwerin
Beiträge: 2
Standard Vorsicht bei der Änderung der Randbedingungen

Moin Moin,
der n50-Wert darf leider in der WS-Berechnung im öffentlich rechtlichen Nachweis nie geändert werden !!! Hier sollen die Gebäude nach normierten Randbedingungen ja vergleichbar sein. Alle Nachweise für´s Amt, KfW, ect. müssen hiernach gerechnet werden.
Man kann aber den öffentlich rechtlichen Nachweis ausschalten und dann das Gebäude mal so rechnen wie es wirklich funktioniert. Aber vorsicht, meist erhöht sich dabei der Primärenergiefaktor weil die Belichtungsleistung verringert wird oder z.Bsp. der Lüftungsvolumenstrom erhöht wird. Setze ich aber die Luftwechselrate herunter würde sich das Ergebnis wesentlich günstiger darstellen.
Bleibt die Frage wie errechnet sich der "Faktor" bei einer entsprechenden Luftwechselrate n50=1,01/h ?

Unterm Strich - VORSICHT !
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Alt 22.11.2010, 11:53   #7
raaner
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Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Frankfurt
Beiträge: 56
Standard

Hallo Mecklenburger,

ich benutze diese Phrase ja höchst ungern, aber wo steht das?

Zitat:
Zitat von Mecklenburger Beitrag anzeigen
der n50-Wert darf leider in der WS-Berechnung im öffentlich rechtlichen Nachweis nie geändert werden !!!
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Alt 09.04.2011, 09:06   #8
H. Trauernicht
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Standard

@alpino: Bedeutet "Kategorie I", dass der feste Grenzwert anzuwenden ist anstelle des gemessenen Wertes?
Es wäre schön, diese Frage noch einmal zu Ende zu diskutieren bzw. die Ansichten etwas ausführlicher zu begründen. Bitte bedenken: Nicht jeder hat die teuren DIN-Normen zur Verfügung!
__________________
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Alt 19.04.2011, 01:32   #9
jogi54
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Standard Enev ????

manchmal frag ich mich, was diese Diskussionen eigentlich bringen

dass die ENEV eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist, aber letztendlich nicht zielführend, sollte eigentlich jedem schon klar sein

Was will ich als Hauseigentümer - möglichst wenig bis nix für Heizung und Warmwasser bezahlen, und das mit relativ wenig finanziellem Aufwand - aber

man könnte ja mal auf die Rendite einer Investition/Anlage sehen - welche Rentenversicherung bringt mir jährlich steigende Rendite, zudem steuerfrei ???

Ich habe mein Haus mit Isolierpanelen 22cm U=0,108 isoliert, Keller 28cm Foamglas U=0,14 Dach demnächst mit 30cm Aminotherm U= 0,1?. Zudem Außenwandheizung bis in den Keller, Vorlauftemperatur max 25°C, 63W/K rechnerischer Heizbedarf fürs ganze Haus ohne Lüftungsverluste. Och ja - für Isolierpanelen ge3ben die Lieferanten 30Jahre Garantie und auf nachfrage hält der lack auch 50Jahre...
Eine Hauslüftung ist geplant, auf Norm ausgelegt aber mit wesentlich weniger Luftwechseln betrieben - wer zum Teufel bekommt es hin, alle 2 Stunden sein Haus von oben bis unten zu belüften??? alle 2 Stunden aufwachen und lüften - hey so what ??
Nebenbei wird der Wirkungsgrad bei geringerer Strömungsgeschwindigkeit besser ;-)

Rendite des eingesetzten Kapitals für die Isolierung + Außenwandheizung auf Basis der Gaskosten 2010, 3% netto, weil unversteuert, wenn ich die Spritpreise und die schon jetzt vollzogenen Gaspreiserhöhungen betrachte, wird die Rendite 2011 bei mindestens 3,8% liegen.

Mit der Außenwandheizung hab ich eher keine Probleme mit Schimmel, die Wand ist eh immer das wärmste Element im Raum, da wird bestimmt nix kondensieren und somit auch nie schimmeln - oki, es sei denn ich unterkühle die Wand im Sommer...

Ich will in dem Haus alt werden, ggf auch sterben, ohne an den Energiekosten zu scheitern - keine bezahlen zu müssen, dürfte langfristig eine super Geldanlage zu sein

So ganz ehrlich, die Idee - fossile Brennstoffe nicht für Heizen zu benutzen macht für mich Sinn, nicht wg CO2, weil das ne totale Verarschung ist, aber, weil wir diese Rohstoffe für was sinnvolleres brauchen, als für "HEIZEN"

wer genaueres wissen möchte wird mich an triggern

lg jogi
jogi54 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2011, 17:12   #10
H. Trauernicht
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Daumen runter Tadel!

Dieser Rundumschlag mit Selbstdarstellung hat mit dem Ausgangsthema nichts zu tun!
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H. Trauernicht ist offline   Mit Zitat antworten
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