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Alt 24.07.2007, 13:52   #1
H. Trauernicht
Administrator
 
Registriert seit: 20.06.2007
Ort: Sehnde bei Hannover
Beiträge: 1.708
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Ausrufezeichen Forschung zur Dauerhaftigkeit von Klebeverbindungen

Es herrscht in der Fachwelt vielfach die Meinung vor, dass Klebeverbindungen auf ewig halten. Zur Dauerhaftigkeit von
Klebeverbindungen wurde im Rahmen der Bauforschungsförderung ein interessantes Projekt erstellt (siehe Pressemitteilung). Ein Ergebnis der hier vorgestellten Untersuchung ist, dass die Klebebänder von sehr unterschiedlicher Qualität sind.

Interessant ist auch, dass der Forscher (Autor ist Dipl.-Ing. Gross, ZUB-Kassel) festgestellt hat, dass die üblichen Folienmaterialien
(Dampfbremsen,-sperren) sehr geringe Oberflächenspannungen aufweisen. Die Dauerhaftigkeit von Klebeverbindungen kann bei
der Wahl eines ungeeigneten Fabrikats nicht gewährleistet werden. Zudem schwanken die Oberflächenspannungen in der Fläche
sehr stark. Er schlägt daher eine Kennzeichnungspflicht für Klebebänder vor und hat dazu eine Systematik erarbeitet.
__________________
Motto: Nicht Quantität zählt, sondern Qualität!
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Alt 08.10.2007, 21:53   #2
Tibbe
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 17.09.2007
Ort: Garbsen
Beiträge: 3
Standard

Hier finden Sie einen Kurzbericht über dieses Forschungsvorhaben.
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Alt 10.10.2007, 14:32   #3
M.Beisse
 
Beiträge: n/a
Standard Sehr interessant

Wie ein mir bekannter Sachverständiger immer so schön sagt: "Es mag dauerelastisch geben, aber nicht ewigelastisch." Hier wird es wieder bestätigt. Das bedeutet doch aber in der Praxis, daß die Verbindungen mit Klebebändern überdacht werden müssen. Bei Anschlüssen und Durchführungen sind ja Lösungen vorhanden, aber was ist mit Folien untereinander? Müssen die jetzt quellverschweißt werden?
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Alt 10.10.2007, 15:24   #4
Schrödingers Katze
Moderator
 
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Registriert seit: 22.06.2007
Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 992
Standard

Zitat:
Zitat von M.Beisse Beitrag anzeigen
.... "Es mag dauerelastisch geben, aber nicht ewigelastisch." Hier wird es wieder bestätigt. Das bedeutet doch aber in der Praxis, daß die Verbindungen mit Klebebändern überdacht werden müssen. ......
Wir bauen auch nicht für die Ewigkeit, sondern für einen im Einzelfall mit der Bauherrschaft auszuhandelnden Nutzungszeitraum (auch wenn das selten explizit im Vertrag erwähnt wird). Und kein Bauwerk ist wartungsfrei. Je länger die erwünschte Nutzungsdauer, desto besser muß eine mögliche Wartung erfolgen können - also ist die Suche nach "ewigen" Baustoffen wohl eher ein Irrweg. Vielmehr sollte von Seiten der Planung (neben einem gesunden, betriebswirtschaftlich vertretbaren Maß an Dauerhaftigkeit) an Zugänglichkeit oder konstruktiv einfachere Lösungen gedacht werden.
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Alt 10.10.2007, 16:38   #5
M.Beisse
 
Beiträge: n/a
Standard

Entschuldigung, da habe ich mich unklar ausgedrückt. Denn genau das meinte ich ja. Es gibt ja - eben auch für die berüchtigten Wartungsfugen - Lösungen bzw. Ersatz. Nur eben teurer. Und das muß dem Bauherren/Erwerber aber auch klar dargestellt werden. Die Zugänglichkeit ist gerade im Bereich der Dampfsperren allerdings recht heikel. Wer will schon seine Gipskartonplatten alle paar Jahre öffnen, sei es auch durch eine Art Revisionsschacht? Eine Diskussion ist das Thema allemal wert.
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Alt 10.10.2007, 18:21   #6
Peeder
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.06.2007
Ort: Wallhausen
Beiträge: 132
Standard

Zitat:
Lösungen bzw. Ersatz. Nur eben teurer.
Das Thema bring mich immer auf die Palme

solange Billig und Geiz ist geil gebaut wird, aus der Sicht der Bauherrschaft, wird das nix.
Siehe my Hammer und Co. - Dachausbau zum Schnäppchenpreis oder
Fachbetriebe, die vom Rollrasen über Vogelzucht den Trockenbau mit im Program haben, Hausmeisterservice mit Glühbirnentausch und Innenausbau.
Von nix nee Ahnung, aber eine Dampfbremse incl. aller anschlüsse für 2,50 € anbieten.- Das kann nicht sein !!!!
Und dann noch die Heimwerker, basteln, fachsimpeln mit dem Nachbarn, und wissen alles besser, besonders nach einschlägigen Ratschlägen der Fachleute vom Baumarkt, die manchmal garnicht wissen, welchen Dünnschiss sie daher reden.

Billig kann jeder, Teuer iss nicht gleich gut, aber mit wenig aufwand, der auch bezahlt werden sollte, können Lösungen erarbeitet werden.

z.B. bei den Folien, - die Folien werden meisst auf die Balken befestigt, es wäre ein einfaches, die Stösse mit einer Latte zusätzlich mechanisch zu befestigen. Mehraufwand je m2 ca 5-8 min und nee Euro Material.

Wem seine Karre unterm Arsch wegrostet, und sich aufregt, sollte überlegen, ob eine Alu Karosse nicht besser wäre, aber ohne Aufpreis geht das nicht !!!

Peeder

der Beitrag darf auch zensiert werden
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Alt 10.10.2007, 19:01   #7
M.Beisse
 
Beiträge: n/a
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... es wäre ein einfaches, die Stösse mit einer Latte zusätzlich mechanisch zu befestigen....... Genau das habe ich Herbert gestern auch erzählt. Schlimmer sind aber quer verlegte Dampfsperren, die dann nahtverklebt werden, ohne daß Gegendruck da ist. Hier könnte man ein schmales Brett quer zu den Sparren annageln und die Folie darauf überlappen. Da kann man das Klebeband dann auch richtig andrücken. Etwas besseres (gerechtfertig!) teurer zu verkaufen, wird dem Anbieter selbst kaum gelingen. Der Kunde unterstellt meist Gewinnsucht. Das muß schon ein mehr oder weniger neutraler Dritter dem Kunden "verkaufen". Meine Erfahrung.
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Alt 10.10.2007, 22:58   #8
Schrödingers Katze
Moderator
 
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Registriert seit: 22.06.2007
Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 992
Standard auch mir sind natürlich....

....beratungsresistente Bauherren (auch professionelle !!! ) durchaus geläufig. Wunsch: S-Klasse zum Preis von Smart. Manche Planer geben klein bei - und die Handwerker schauen dann, wo sie die zu erbringende Leistung dem gebotenen Honorar angleichen können......
Wer sind wir eigentlich?
Sisiphos?
Don Quixote?
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Alt 11.10.2007, 08:36   #9
Peeder
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.06.2007
Ort: Wallhausen
Beiträge: 132
Standard

Zitat:
Hier könnte man ein schmales Brett quer zu den Sparren annageln und die Folie darauf überlappen.
aha, da leuchtet die Birne, genau so isses , in der Praxis schon ausgeführt, ein 10 cm breites Sperrholzbrett 5 mm genügen, Pampe drauf ( z.B. Primur ) , Band drauf, 4-5 Klammern, und dicht.

Zitat:
Wer sind wir eigentlich?
Die Frage stelle ich mir oft, von ca 15 Bauträgern hier in der Umgebung mache ich nur für einen Dachausbau, überzeugend , was die Arbeit wert ist, seid 10 Jahren keinen Schaden im Bereich Dachausbau.
( war gelogen, einmal hatten wir einen Riss in der GK )
Was sind denn ca 3-4 € mehr bei einer Fläche von ca 80-120 m2 ?
Erbsenzählerei nenne ich das Verhältnis zur Leistung.

Welche Trockenbaufirma und sogenannte beginnt mit der Messung der Restfeuchte in den Balken ?
Ich will damit sagen, das die Bauleiter oft überfordert sind, den ausführenden Firmen nicht genug auf die Finger klopft, denn wer mal seine GK wieder abreissen muss, der überlegt sich dreimal, ob nicht eine bessere Überwachung oder Ausbildung im Endefekt Gewinn bringender ist.


Peeder
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Alt 20.10.2007, 12:38   #10
Bertold Moeller
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 09.07.2007
Ort: Lübeck
Beiträge: 13
Standard Trockenbauausführungen werden immer schlechter

Als Senior in unserem Baubetrieb, mache ich fast nur noch Gutachten.
Ca. 130 im Jahr. Seit 2 Jahren auch " Baubegleitendes Qualitätsmanagement".
Die Ausführungen im Trockenbau und im WDVS werden immer schrecklicher. Hauptsache das Material kommt an die Wand oder Decke.
Die Preise sind völlig unauskömmlich. Sieht man sich diese an, glaubt man das entweder der Lohn oder der Materialpreis vergessen wurde mitzukalkulieren. Wie soll dabei Bauqualität enstehen. Die armen Subbies, denn sie wissen nicht was Sie tun. Häufig verstehen Sie es ja sowieso nicht.( Sprachhemmnisse).
Aber, der Deutsche braucht sein Schnäppchen und " Geiz ist geil".
Ich bin davon überzeugt, daß ein riesiges Sanierungspotential auch uns wartet. Die Bausünden im DG-Ausbau werden uns in Kürze erreichen.
Gruß
Bertold Möller
Bertold Moeller ist offline   Mit Zitat antworten
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