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Ausführungsdetails Wie macht man's richtig?

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Alt 09.03.2018, 19:32   #1
Zerstreutporer
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Registriert seit: 07.03.2018
Ort: Veringenstadt
Beiträge: 3
Standard Schwachstelle Holzbalkendecke

Hallo liebe Forumsnutzer,
mich interessiert eure Meinung zu folgenden Schwachstellen;
Wir haben ein Haus Baujahr 1949 mit Holzbalkendecken. Die Wände sind im Bereich der Balkenlage nicht verputzt.
Das Dach wurde schon vom Zimmerer neu eingedeckt und gedämmt, bevor die Schwachstelle Wand/Dach erkannt und minimiert wurde.
Flexible Holzwolle und Stopfhanf wurde dazu benutzt das Gefache zu verschließen, damit der Hohlraum(Zwischensparren) mit Zellulose ausgeblasen werden kann.
Nun stellt sich die Frage ob wir mit den Schwachstellen leben, hier geringe(??) Energieverluste haben und vertrauen auf die Zellulose das sie mit der möglicherweise erhöhten Feuchtigkeit durch Konvektion fertig wird,
oder gibt es eine Optimierung mit überschaubarem Aufwand?
Ich hoffe aus den Bildern ist der Aufbau erkennbar, und freue mich auf eure Meinung dazu
Grüße Christoph
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Dach_Wand_1.jpg (40,1 KB, 4x aufgerufen)
Dateityp: jpg Dach_Wand_2.jpg (33,9 KB, 5x aufgerufen)
Dateityp: jpg Dach_Wand_3.jpg (27,4 KB, 4x aufgerufen)
Dateityp: jpg Schnitt_Haus.jpg (82,2 KB, 4x aufgerufen)
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Alt 10.03.2018, 15:20   #2
Schrödingers Katze
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Registriert seit: 22.06.2007
Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 989
Standard

...ob die Energieverluste "gering" sind möchte ich doch in Frage stellen: ein offener Luftspalt von nur 5 mm auf 2 mal 10 m Länge (also Trauflänge eines normalen Hauses) hebt in etwa die Einsparung durch eine Verbesserung der Dachdämmung von 12 auf 18 cm WLG 035 auf......
Die bauphysikalische Seite kann man durch rechnerische Untersuchungen (Isothermenberechnung) und Simulationsberechnungen (WUFI, WUFI 2d) prüfen
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Alt 10.03.2018, 16:08   #3
Zerstreutporer
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Beiträge: 3
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Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Da ich offensichtlich nicht so bewandert bin in diesem Thema, bitte zum Verständnis:
Das Beispiel 5 mm Luftspalt heisst (benutze meine fantasie und ignoriere die Schwerkraft) meine Mauer (vor der Dämmung) schwebt 5 mm in der Luft?
sprich ein Luftdurchlass von 0,1m²
und das könnte unter umständen der beschriebenen Situation entsprechen?
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Alt 10.03.2018, 18:22   #4
Schrödingers Katze
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Der Luftspalt ist meist unter der Schwelle, bzw zwischen aufliegenden Balken und seitlich anschlißendem Gefachmauerwerk. (natürlich kein durchgehender Spalt, aber äquivalente Fläche) Mauerwerk ist an sich nicht luftdicht, die Luftdichtheit wird i.a. durch den Innenputz hergestellt. Irgendwelche Füllstoffe aus wie auch immer gearteten Fasern bremsen zwar den Luftstrom, verhindern aber den Luftwechsel nicht. (Lüftungswärmeverlust unverändert) Bauphysikalisch trotzdem sinnvoll wegen Kapillaraktivität.
Aber jede Ferndiagnose ist müßig, möge doch der zuständige Fachplaner der Maßnahme all das Gebäude- und situationsbezogen berechnen...ist schließlich sein Job
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Alt 11.03.2018, 15:59   #5
Zerstreutporer
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Beiträge: 3
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Danke, das hat meinem Verständnis geholfen. Mir ist bewußt das eine endgültige Endscheidung nur mit jemanden vor Ort gefunden werden kann.

Wir sanieren größtenteils in Eigenleistung und haben uns mit verschiedenen "Fachbetrieben" zusammengesetzt und geplant. Das Thema Luftdicht wird aber offensichtlich sehr, sehr unterschiedlich bewertet. Leider ist das Kind nun in Brunnen gefallen.....
Laut Zimmermann passt das schon so, ...tja...und der Energieberater sagt wir wollen ja kein passivhaus..oder?
Wenn ich mir das Haus meiner Eltern anschaue-
Baujahr 1956, auch Bimswände - Planung, Bauleitung von einem Architekt
Tja,...ist wirklich sehr schön geworden, schöne detaillösungen -fürs Auge
Aber auch hier Dach neu gedämmt- Aussenwände sogar mit kfw Fördermittel
und dann, ... komplette Giebelwand im Dachgeschoss innen unverputzt, OSB platte auf den Sparren teiweise stumpf gestoßen, kein mm Klebeband nirgends, an den Löchern, Wasserleitung für Solarkollektoren auf dem Dach lässt sich mit den Fingern in die Dämmung greifen....usw.

Ich nehme das Thema Luftdicht (in der zwischzeit) ernst und versuche mir nun einen ausreichenden Überblick zu verschaffen, auch um den richtigen Fachplaner zu finden.
Bisher scheint es mir aber, nachdem alles schön verbaut ist sehr schwierig überhaupt was an dieser Stelle zu machen.
Es gibt doch sehr viele ältere Häuser mit einer sehr ähnlichen Konstruktion und dem wiederkehrenden Problem. Wie sind den andere damit umgegangen?
Alle mir bisher bekannten Methoden erfordern ja einen imensen Rückbau.
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Alt 18.03.2018, 23:42   #6
airtight
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Registriert seit: 07.06.2017
Ort: Co. Kerry, ROI
Beiträge: 10
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Ich würde unbedingt dazu raten, sich mit jemanden in ihrer Nähe in Verbindung zu setzen, der sich mit dem Thema Luftdichtheit, Flankendiffusion und Flankenkonvektion auskennt. Ich bringe mal den Fachverband für Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e.V.) ins Spiel, auf dessen Internetseite man entsprechend geschulte Dienstleister per Umkreissuche selektieren kann. Es sollte zumindest ein individuelles Luftdichtheitskonzept für ihr Bauvorhaben erstellt werden, welches Sie eventuell dann in Eigenleistung oder unter entsprechender Anleitung umsetzen können.
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Alt 19.03.2018, 07:19   #7
H. Trauernicht
Administrator
 
Registriert seit: 20.06.2007
Ort: Sehnde bei Hannover
Beiträge: 1.696
H. Trauernicht eine Nachricht über Skype™ schicken
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Ich schließe mich dem Rat an. Für die Dienstleistersuche steht auch meine Luftdicht-Karte http://www.luftdicht-karte.de/
zur Verfügung.
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Motto: Nicht Quantität zählt, sondern Qualität!
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