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Normen, Vorschriften, Urteile Normen, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen, die zum Thema Luftdichtheit von Bedeutung sind.

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Alt 24.06.2007, 14:42   #1
Norbert von Lojewski
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Beiträge: 1
Standard Messung eines Spitzbodens

Ich habe letzte Woche eine ausgebaute Dachgeschosswohnung gemessen. V=105m³.
Hüllfläche 164m². A/V= 1,56!

Der Bauherr wollt lediglich überprüfen, ob die Handwerker die Dachschrägen ordentlich luftdicht abgeklebt haben.
Die Abdichtung des Treppenlochs nach unten war
sehr problematisch. Dann noch der sehr kleine Raum,
so das ein schlechter Wert heraus kam.
Die Abklebung der Dachschrägen war jedoch tadellos.

Jetzt will ich aber eigentlich kein Zertifikat ausstellen,
"Anforderungen n50 nicht erfüllt" (Wert bei 3,3)
sondern nur den q50 Wert darstellen, da hierbei die Anforderungen nach DIN 4108-7 erfüllt wurden (Wert von 2,2 (m³/hm²).

Gibt es eigentlich Richtwerte, die einen Zusammenhang zwischen Gebäudegröße und n50 Wert darstellen?
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Alt 24.06.2007, 14:59   #2
H. Trauernicht
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Standard q50 als Alternative?

"q50" ist der hüllflächenbezogene Leckagestrom (in DIN 13829 auch Luftdurchlässigkeit genannt). In DIN 4108-7:2001-08 ist unter 4.4, nachdem die Grenzwerte für n50 und w50 aufgezählt werden, ausgeführt:

"Zur Beurteilung der Gebäudehülle kann zusätzlich der hüllflächenbezogene Leckagestrom q50 herangezogen werden, der einen Wert von 3,0 m³/(m²*h) nicht überschreiten darf."

Eine Alternative stellt die Beurteilung nach q50 demnach nicht dar.
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Alt 24.06.2007, 19:29   #3
eco-casa
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Standard

So einen Fall hatte ich auch mal, da kann man m.E. gar nicht richtig messen weil innerhalb des Gesamthauses ja keine Dichtheit von der Dachgeschoßwohnung zur darunterliegenden Wohnung besteht, die Zwischendecke ist fast nie dicht, ist ja normalerweise auch gar nicht erforderlich...........
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Alt 25.06.2007, 14:58   #4
Schrödingers Katze
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Standard

Zitat:
Zitat von eco-casa Beitrag anzeigen
...weil innerhalb des Gesamthauses ja keine Dichtheit von der Dachgeschoßwohnung zur darunterliegenden Wohnung besteht, die Zwischendecke ist fast nie dicht, ist ja normalerweise auch gar nicht erforderlich...........
stimmt nur bedingt: thermisch gesehen ja, aber falls darunterliegende Bauteile auch nur teilweise fremdgenutzt sind, sieht die Sache anders aus: Rauchdichtheit, Raumhygiene etc
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Alt 25.06.2007, 18:09   #5
Stefanie Rolfsmeier
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Beiträge: 1
Standard w50 - Alternativ?

Die DIN 4108-7 schreibt:

... Bei Gebäuden oder Gebäudeteilen, deren lichte Geschosshöhe 2,6 m oder weniger beträgt, darf alternativ die nettogrundflächenbezogene Anforderungsgröße (w50) genutzt werden.

Vielleicht ist dies ja eine Möglichkeit?
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Alt 26.06.2007, 00:18   #6
eco-casa
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Zitat:
Zitat von Schrödingers Katze Beitrag anzeigen
stimmt nur bedingt: thermisch gesehen ja, aber falls darunterliegende Bauteile auch nur teilweise fremdgenutzt sind, sieht die Sache anders aus: Rauchdichtheit, Raumhygiene etc
......ich seh das rein aus praktischen Gesichtspunkten, wenn ein 50 Jahre altes Haus mit Holzbalkendecke zum Dachgeschoß jetzt Dachgeschoßwohnungen nachgerüstet kriegt (die dann einzeln irgendwelche KfW Anforderungen erfüllen sollen, nicht das ganze Haus) ist es schon ganz schön schwierig, den Abschluß nach unten zu definieren ....... und bei 50 pascal geht die Luft schon in Zickzackwegen durch die Decke die man gar nicht nachvollziehen kann.... war einfach auch nur ein Beispiel aus meiner Praxis...........
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Alt 26.06.2007, 09:05   #7
H. Trauernicht
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Ort: Sehnde bei Hannover
Beiträge: 1.708
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Standard In einem solchen Fall ...

hat ein Kunde von mir sich so beholfen, dass er den ganzen Fußboden mit einer Luftdichtigkeitsebene (Folie) ausgelegt hat. In dem Fall war es die Messung einer reinen "Plastiktüte". Die Folie am Fußboden musste beschwert werden, damit sie sich nicht anhebt.
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Alt 26.06.2007, 09:34   #8
Schrödingers Katze
Moderator
 
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Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 992
Standard ähnlich, aber etwas schwieriger

Zitat:
Zitat von Herbert Trauernicht Beitrag anzeigen
hat ein Kunde von mir sich so beholfen, dass er den ganzen Fußboden mit einer Luftdichtigkeitsebene (Folie) ausgelegt hat. In dem Fall war es die Messung einer reinen "Plastiktüte". Die Folie am Fußboden musste beschwert werden, damit sie sich nicht anhebt.
Bei meinem Bauherrn (MFH in Freiburg) war zusätzlich noch F30 rauchdicht gefordert, da die neu erstellten DG-Wohnungen in der Konstruktion des Dachstuhls sich als Maisonetten teilweise überschnitten.
Lösung: Tragender Boden aus OSB, N+F, verleimt, Wandanschlüsse oberseitig verklebt. Wo vorhandene Dielung genutzt werden konnte, Folie unter dem Trockenestrich, also gewissermaßen "permanente Plastiktüte"
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Alt 26.06.2007, 09:51   #9
eco-casa
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Zitat:
Zitat von Schrödingers Katze Beitrag anzeigen
Bei meinem Bauherrn (MFH in Freiburg) war zusätzlich noch F30 rauchdicht gefordert, da die neu erstellten DG-Wohnungen in der Konstruktion des Dachstuhls sich als Maisonetten teilweise überschnitten.
Lösung: Tragender Boden aus OSB, N+F, verleimt, Wandanschlüsse oberseitig verklebt. Wo vorhandene Dielung genutzt werden konnte, Folie unter dem Trockenestrich, also gewissermaßen "permanente Plastiktüte"
...........so ist das natürlich richtig und perfekt wenn alle Beteiligten schon vor Beginn der Arbeiten wissen worum es geht, hatte meine vorherigenAntworten bezogen auf die Situation des Luftdichtheitsprüfers wenn schon alles so vorgefunden wird, womöglich noch mit den alten Dielen die erhalten werden sollten ...........
Gruß
Arno Kuschow
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