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Förderung Fördermaßnahmen zur Luftdichtheitsprüfung und Fördereinrichtungen

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Alt 09.11.2010, 09:29   #1
H. Trauernicht
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Standard DIN V 18599 für die Berechnung der KfW-Effizienzhäuser ungeeignet!

DIN V 18599 für die Berechnung der KfW-Effizienzhäuser ungeeignet

20.10.2010 - Im Rundschreiben vom 18.10.2010 der KfW wird darauf hingewiesen, dass die DIN V 18599 bei Berechnungen zum KfW-Effizienzhaus nicht mehr akzeptiert wird.
Energieeffizient Bauen und Energieeffizient Sanieren (Programm-Nr.: 153 und 151): Im Rahmen der Prüfungen von Berechnungsunterlagen zum KfW-Effizienzhaus nach der DIN V 18599 hat sich herausgestellt, dass die Berechnungsergebnisse in Abhängigkeit von der verwendeten Software-Lösung ungewöhnlich stark voneinander abweichen. Die Nachvollziehbarkeit der Fördermittelvergabe ist für die KfW und letztlich auch für den Bauherren von elementarem Interesse. Daher kann die DIN V 18599 für die Berechnung der energetischen Niveaus der KfW-Effizienzhäuser bis auf Weiteres keine Anwendung mehr finden.
http://www.glaswelt.de/DIN-V-18599-f...Q9MzAwMDM.html
__________________
Motto: Nicht Quantität zählt, sondern Qualität!
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Alt 09.11.2010, 11:22   #2
raaner
Benutzer
 
Registriert seit: 17.07.2009
Ort: Frankfurt
Beiträge: 56
Standard Vorsicht

Der Text impliziert, dass die Ergebnisse der 18599-Programme differieren. Dem ist aber nicht so. Die KfW hat ihre erste Aussage dahingehend auch korrigiert. http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Hom.../DIN_18599.jsp
Die Unterschiede bestehen zwischen 18599 und 4108-6/4701-10. Dies ist ja aber auch logisch, schließlich sind es zwei unterschiedliche Berechnungsverfahren. Der Unterschied zwischen den beiden ist oft nicht unerheblich, wobei Untersuchungen (Wohngebäude) gezeigt haben, dass das alte Verfahren näher an der Realität liegt. Dies gilt allerdings nur, wenn bei dem Vergleich der beiden Programmen die Standardwerte verwendet werden. Diese sind nämlich bei der 18599 mit Sicherheitsfaktoren belegt, die viel zu groß (schlecht) sind.
Bei der Berechnung nach 18599 wird eine sehr große Vielzahl von Randbedingungen abgefragt. Hier ist der Anwender in der Pflicht, diese auch korrekt anzugeben. Es ist halt aufwendig diese Informationen zu ermitteln bzw. zusammenzutragen (Kosten, Unkenntnis, mangelndes Anwenderwissen). Daher werden halt wo es geht Standardwerte verwendet und es kommen solche unseriösen Ergebnisse zu Stande.

Dieser hohe Aufwand einer korrekten Berechnung schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Diese Preissteigerung im Gegensatz zu früher bzw. zu irgendwelchen Billiganbietern (Standardwerte-Eingeber) muss man dem AG auch erstmal vermitteln...

Nichtsdestotrotz besteht bei der DIN V 18599 noch Handlungsbedarf, da sie zu viele Interpretationsspielräume lässt. Auch moderne Anlagentechnik lässt sich nicht oder nur schwer abbilden. Auch bei der Anwendung in Verbindung mit der EnEV bestehen noch viele Unsicherheiten.

Geändert von raaner (09.11.2010 um 11:24 Uhr).
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