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Planung und Ausschreibung der Luftdichtheitsebene Luftdichtheit will geplant sein!

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Alt 11.09.2007, 17:40   #1
Bertold Moeller
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Registriert seit: 09.07.2007
Ort: Lübeck
Beiträge: 13
Standard Vollsparrendämmung + Luftleckagen= Schimmelpilzbildung

Vollsparrendämmung + Luftleckagen= Schimmelpilzbildung
Hallo Freunde,
ich habe die Erfahrung gemacht, das besonders bei Vollsparrendämmung Schimmelpilzwachstum auftritt.
Man sollte aus meiner Sicht wieder zu der alten Ordnung finden und oberhalb der Dämmung belüften.
Zur Katastrophe wird es, wenn das Bauholz noch eine größere Feuchte als 18% Volumenfeuchte hat.
Wie sind Eure Erfahrungen.
Gruß
Bertold
Bertold Moeller ist offline  
Alt 11.09.2007, 19:15   #2
planungsgruppe dach
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Registriert seit: 21.06.2007
Ort: Bad Oeynhausen
Beiträge: 12
Standard <provokationsmodus on> veralterte ansichten? </provokationsmodus off>

Herr Kollege Moeller,

sind Sie wirklich der Meinung/Auffassung, dass eine Hinterlüftung der Unterspannung fehlerhafte Ausführungen bei der Luftdichtheit heilen kann?

Das es Schäden gibt ist unstreitig. Due Ursache liegt in der mangelnden Ausbildung, im mangelnden Verständnis der Beteiliten, also den Mitarbeitern wie auch dem Chef. Wer meint, für 4,85 Euro eine Luftdichschicht von außen (im Fall einer Sanierung ) erstellen zu können, der hat aus meiner Sicht weder das Verständnis noch die erforderlichen Kenntnisse.

Im Sanierungsfall sollte der Dachstuhl/das Bauholz ausreichend abgetrocknet sein. Im Fall der Neueindeckung/Neuerstellung gibt es ganz klare Vorgaben in den einschlägigen Fachregeln und Normen. Sich daran zu halten, das ist wieder Punkt oben.

M. f. G.

stefan ibold
__________________
stefan ibold öbuvSV der Handwerkskammer Ostwestfalen Lippe zu Bielefeld für das Dachdeckerhandwerk
planungsgruppe dach ist offline  
Alt 11.09.2007, 23:44   #3
eco-casa
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es spricht auf jeden Fall vieles für die aussen hinterlüftete Dachkonstruktion, die Relativierung von Bauschäden bei (kleineren) Undichtheiten ist in meinen Augen nur der kleinere Faktor, sollte aber nicht aus den Augen verloren werden, auch bei guter luftdichter Ausführung wird es in der Regel kein U-Boot und was über die Zeit geschieht da ist eine bauphysikalisch grundsätzlich funktionierende Konstruktion schon besser als eine die nur so lange funktioniert wenn nichts schief geht.........
viel wichtiger ist die Möglichkeit, über die Hinterlüftung ein gutes Stück sommerlichen Wärmeschutz zu realisieren, Abführung der Sonnenwärme über thermischen Auftrieb bevor sie den Dachstuhl und damit das bewohnte Dachgeschoß durchglüht!!!
Gruß
Arno Kuschow (der in seinen Projekten doppelt hinterlüftet, Konterlattung auf massivem Unterdach und darunter eine Abstandslattung und Hartfaserplatte bevor die Dämmung innen dagegen kommt....weil's vielleicht altmodisch und auch etwas teurer ist, aber einfach besser, Geiz ist geil ist nicht alles!
__________________
Gruß aus der Passivhausecke
Arno Kuschow
ECO CASA GmbH

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Alt 12.09.2007, 18:53   #4
Bertold Moeller
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außerdem, ..... sollte man nicht vergessen, wenn man sich die Terminabläufe im Neubau ansieht,
daß:
Der Trockenbau schon begonnen wird, ohne daß die Heizung läuft.
Die Einstiegsluke noch nicht montiert ist.
und nun..
die Baufeuchte ungehindert in den nicht ausgebauten Spitzboden gelangt.
Damit ist eine Schimmelpilzbildung bei einer Nicht- Hinterlüftung physikalisch die Folge.
Gruß
Bertold Möller
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Alt 13.09.2007, 12:48   #5
eco-casa
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...........mir hat auch bis heute niemand schlüssig erklären können, weshalb und wo die Vollsparendämmung Vorteile hat gegenüber der hinterlüfteten Ausführung ...........außer dem Geiz-ist-geil-Faktor
Gruß
Arno Kuschow
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Alt 13.09.2007, 19:59   #6
H. Trauernicht
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Standard Ideen zu Vorteilen

Wird nicht vielleicht der der Platz für die immer stärker gewordene Dämmung gebraucht?

Wir die Durchlüftung und damit Außerkraftsetzung der Dämmung evtl. besser vermieden?
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Alt 14.09.2007, 11:21   #7
eco-casa
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.......ich hab aufgrund meines Beitrages einen sehr netten Anruf bekommen mit vielen Erklärungen zum Sinn der Vollsparrendämmung die meine Meinung dazu relativiert hat, macht wohl doch zumindest teilweise Sinn. Wobei es bei "einfachen" Dachformen und üblichen Dachneigungen für EFH's sehr gut funktioniert mit den Hinterlüftungen für den sommerlichen Wärmeschutz und zur Abfuhr der eventuell anfallenden Feuchtigkeit........... bei komplizierten Dachflächen und aufgrund von vielen Einbauten nicht gewährleisteter Thermik kann es aber wohl nach hinten losgehen und dann ist eine Vollsparrendämmung besser .... so viel hab ich daraus für mich mitgenommen.... aber vielleicht kommt die Quintessenz des Telefonates ja auch noch als Beitrag hier rein wenn ein wenig Zeit da ist.........

Das mit der zur Verfügung stehenden Sparrenhöhe laß ich im Altbau gern gelten, im Neubau kann ich mit entsprechenden Dimensionen im Voraus planen, einfach nicht die üblichen dicken Knüppel als Sparren nehmen sondern schmale hohe Konstruktionsvollhölzer und dann passt das. Bei meinen schwedisch basierten Konstruktionen kommen getrocknete und gehobelte Dachbinder zum Einsatz mit nur 45 mm Breite und ca. 34 cm Höhe (aufgedoppelte Hölzer) da passt dann problemlos 29 cm Dämmung + winddichte Platte darüber und Abstandslatte für die Hinterlüftung die einen ordentlichen Querschnitt für sichere Thermik darstellt........
Problem kann es nur manchmal mit dem Baurecht geben: im ewigen Kampf zwischen Architektentricks und Behördenwillkür wird immer mal wieder die Definition für eingeschossiges Bauen geändert und wenn dann mal wieder die Durchstoßungslinie der Aussenwand mit der Dachhaut Maßstab ist wird das dick gedämmte Haus im DG entweder kleiner oder wenn man die Dämmung von innen nach aussen dazupackt plötzlich ein nicht zulässiger Zweigeschosser ........... da hat das Baurecht sich definitiv noch nicht mit den steigenden Anforderungen gemäß EnEV oder gar Passivhaus auseinandergesetzt sondern bremst teilweise massiv die Bemühungen um energiesparende Bauweise aus.
Gruß
Arno Kuschow
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Arno Kuschow
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Alt 14.09.2007, 14:05   #8
H. Trauernicht
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Zitat:
Zitat von eco-casa Beitrag anzeigen
.... aber vielleicht kommt die Quintessenz des Telefonates ja auch noch als Beitrag hier rein wenn ein wenig Zeit da ist.........
Das wäre zu begrüßen!
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H. Trauernicht ist offline  
Alt 15.09.2007, 00:50   #9
eco-casa
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Zitat:
Zitat von H. Trauernicht Beitrag anzeigen
Das wäre zu begrüßen!
............seh ich auch so, vielleicht führt die mehrfache Aufforderung ja zum Erfolg
Gruß
Arno Kuschow
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Alt 19.09.2007, 10:24   #10
Schrödingers Katze
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Beiträge: 982
Standard In unserer Region...

...(Südbaden) gibt es, zumindest bei EFH, kaum "einfache Dachformen", Wiederkehr, Gäuplein und Erkerlein sind an der Tagesordnung, Anbauten werden Höhenversetzt angebracht etc etc.......
Somit hat sich hier auch die Vollsparrendämmung relativ schnell durchgesetzt - weitgehend auch ohne Probleme (habe selbst seit 10 Jahren so etwas). Das grundsätzliche Problem ist natürlich bekannt. Eine praxisgerechte Lösung zur Vermeidung von Lufteinschlüssen/Luftleckagen ist eine Einblasdämmung (außer auf Bauplätzen mit häufigen Erschütterungen, etwa neben Bahnlinien o.ä.)

Bei "klassischer" Vollsparrendämmung sind mir eher Probleme hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes bekannt (in Lübeck wohl weniger relevant ) -
daher wird hier oft zusätzlich zur VSD eine ÜSD aus Holzweichfaser angebracht.
__________________
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