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Handwerk mit Berührung zum Thema Was muss der Handwerker wissen?

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Alt 02.10.2007, 11:22   #1
pascal
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Ort: Dieburg
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Standard Unterspannbahn nicht winddicht verlegt

Hi,
ich wußte nicht genau, in welches Unterforum das Thema gehört, deshalb jetzt hier :-)

Ich hatte hier im Forum schonmal nachgefragt bzgl. winddichter Verlegung der USB bzw. verklebung der Stöße.

Jetzt hat der Dachdecker die Arbeiten ausgeführt, jedoch ohne Verklebung der Stöße(er wurde vor Beginn der Arbeiten nach einer Verklebung gefragt, meinte aber dies sei zu teuer.)

Wie mir hier im Forum gesagt wurde, ist eine Verklebung auch "noch" nicht vorgeschrieben.

Jetzt habe ich folgendes Problem: Die ersten paar Bahnen sind noch gut gespannt, sodaß die Stöße sehr press aufeinander liegen.
Doch je weiter man Richtung Mittelpfette bzw. Fußpfette geht, desto "lascher" sind die Bahnen verlegt und dementsprechend sind teilweise "recht (un)ansehnliche" Falten in den Stößen zu finden.
Dann findet man über die Dachfläche noch ca. 5-10 Schnitte in der USB von jeweils ca. 15 cm.

Und die Dachflächenfenster (2 im DG und 1 im Spitzboden) sind meines erachtens schlecht eingebaut, da es hier zu einer massiven Hinterlüftung der Zwischensparrendämmung (Mineralwolle 20cm) kommt.
Die USB wurde beim Einbau aufgeschnitten, das Fenster eingesetzt und die 4 "Laschen" wurden seitlich sowie oben und unten mit je einem Nagel an den Wechsel bzw. die Sparren genagelt.
D.h. bei die Tage leicht windigem Wetter war ein recht starker Luftstrom rund ums DFF zu spüren.


Bei einem Ortstermin mit dem Dachdecker (welcher seines Zeichens auch Energieberater ist) wurde uns von ihm gesagt, eine winddichte Ausführung der Unterspannbahn sei ein "kann" und kein "muss"...



Bitte um Hilfe bzw. Informationen zu diesem Thema, da ich im www nicht wirklich fündig geworden bin.

Bräuchte etwas, das ich ihm Vorlegen kann.


Vielen Dank,

mfg, pascal
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Alt 02.10.2007, 13:12   #2
H. Trauernicht
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Ist das richtig: Das Dach ist ungedämmt und der Spitzboden ist nicht ausgebaut.

Bei einem ungedämmten Spitzboden ist ein gewisser Luftaustausch durchaus sinnvoll. Es besteht eher die Gefahr von zu geringem Luftaustausch.

Die Einbauqualität des Fensters lässt sich aus der Ferne schlecht beurteilen.
__________________
Motto: Nicht Quantität zählt, sondern Qualität!
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Alt 02.10.2007, 13:15   #3
pascal
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oh, sorry, das habe ich vergessen: der Spitzboden ist (vielmehr: wird) ausgebaut! Es wird auch noch ein kleines Dusch-Bad im Spitzboden geben.


Bilder von den DFF werde ich heute abend einfügen.

mfg, pascal
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Alt 02.10.2007, 19:49   #4
eco-casa
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Standard gedämmt heißt winddicht !!!

ich bin mir ziemlich sicher, daß bei Vollsparrendämmung und überhaupt die Dämmung von aussen winddicht eingebaut werden MUß. ansonsten ist es ja keine Dämmung ....... wobei winddicht nicht luftdicht ist !
Wenn ich die Verlegerichtlinien von Unterspannbahnen betrachte, steht da immer was drin über die winddichte Ausführung, hab grad so was vorliegen und da steht eindeutig drin: die Überlapungen der XXXX-Unterspannbahn sind mit dem XXXX-Tape winddicht zu verkleben..........
Gruß
Arno Kuschow (der so'n flatterigen Folienkram nicht einbaut sondern ne anständige volle Dachschalung bevorzugt, aber das ist meine Extremistenmeinung )
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Gruß aus der Passivhausecke
Arno Kuschow
ECO CASA GmbH

Steinzeit ist vorbei !
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Alt 02.10.2007, 20:33   #5
pascal
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@eco-casa:
erstmal Danke für deinen Beitrag!
Mit der thematik der Luftdichtigkeit beschäftige ich mich seit einigen Monaten sehr intensiv, daher kenne ich den Unterschied Wind-/Luftdicht

Mir geht es wirklich nur um die korrekte Verlegung der USB. Auch meine Meinung hierzu ist, dass sie einfach winddicht sein muss (bei korrekter ausführung auch ohne verklebte Stöße), denn sonst ist die Wärmedämmfunktion der Mineralwolle = 0.

Anders sieht es da meiner Meinung nach bei den Dachflächenfenstern aus. Die stellen ja einen besonderen Schwachpunkt in der Konstruktion dar, und hier muss (denke ich) die USB mit dem DFF verklebt werden.

Ich habe schon auf der Homepage des Herstellers der USB geschaut und auch dort gelesen, dass sie empfehlen, die Stöße zu verkleben.
Bei welchem Hersteller hast du denn geschaut?
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Alt 02.10.2007, 20:55   #6
eco-casa
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...eigentlich wollt ich ja keine Werbung machen das stand auf nem Produktblatt von Alujet Difujet und Difutape als Klebeband ..............
Gruß
Arno Kuschow
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Gruß aus der Passivhausecke
Arno Kuschow
ECO CASA GmbH

Steinzeit ist vorbei !

Geändert von eco-casa (02.10.2007 um 20:56 Uhr). Grund: Scxhreibfehlerberichtigung
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Alt 04.10.2007, 11:40   #7
Jürgen Schmitz
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Ort: Cheruskerweg 9 in 59929 Brilon
Beiträge: 5
Standard Winddichtung

Die Verklebung der Unterspannbahnen ist (warum auch immer) in den Regelwerken noch nicht vorgesehen. Jedoch leitet sich diese aus der EnEV ab, wo ausgeführt wird:
"Dauerhaft luftdicht" zu bauen, ist vorgeschrieben.
In der neuen Fassung EnEV 2007, §6 (1) wird folgendes verlangt:
Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist.
Dies bedeutet auch, dass die Wärmedämmschicht nicht von der Außenluft durchströmt werden soll. Bei einer nicht verklebten Unterspannbahn passiert jedoch genau dieses und verringert somit den Dämmwert erheblich (ca. 25-35%).
Jürgen Schmitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2007, 18:13   #8
M.Beisse
 
Beiträge: n/a
Standard

So einfach ist das nicht. Z.B. bei belüfteten Dächern ist es ja Unsinn, die Stöße zu verkleben aber gleichzeitig Zu- und Abluftöffnungen zu fordern. Und richtig, in den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks ist die luftdichte Verklebung nicht vorgeschrieben. Anderseits strömt die Luft ja nicht DURCH die Dämmung (dann wäre da ein kapitaler Fehler eingebaut), sondern "nur" an der Dämmung vorbei. Es sieht wohl so aus, daß eine luftdichte Verklebung extra vereinbart werden muß. Ist ja auch in der Tat wesentlich teurer. In der Praxis stelle ich mir das nahezu unmöglich vor, die Stöße ohne festen Untergrund (dauerhaft!) zu verkleben.
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Alt 14.10.2007, 22:44   #9
eco-casa
Moderator
 
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Ort: 21514 Güster, Am Dorfsee 3 , die Südostkante Schleswig-Holsteins
Beiträge: 603
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Standard

..........aber auf jeden Fall sollte die Dämmung gegenDurchströmung geschützt werden, also bei Vollsparrendämmung die Unterspannbahn dicht oder bei Lüftung unterhalb ein anderer Abschluß der die Dämmung von der Luft trennt.............. wenn da nur die luftige Mineralfaser liegt ist die schon ein Stück weit DURCHströmt.......... in meiner Praxis mache ich meist eine Hartfaserplatte als oberen Abschluß der Dämmung, darüber darf es dann strömen für den sommerlichen Wärmeschutz oder die Abführung von Feuchtigkeit.
Gruß
Arno Kuschow
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Gruß aus der Passivhausecke
Arno Kuschow
ECO CASA GmbH

Steinzeit ist vorbei !
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Alt 15.10.2007, 00:52   #10
M.Beisse
 
Beiträge: n/a
Standard

Kein Widerspruch.
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